15
Feb.
2026

RETT und M&A in Deutschland 2026: Steuerliche Auswirkungen für Unternehmen

Die Grunderwerbsteuer zählt seit Jahren zu den sensibelsten Steuerarten bei Immobilientransaktionen in Deutschland. Der Gesetzgeber hat in der Vergangenheit mehrfach nachgeschärft, um sogenannte Share Deals einzuschränken und Steuergestaltungen über Beteiligungsstrukturen zu verhindern.

Im Januar 2026 hat die Bundesregierung einen weiteren Gesetzentwurf gebilligt, der auf eine Präzisierung der RETT-Regelungen im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen und konzerninternen Umstrukturierungen abzielt. Hintergrund sind praktische Unsicherheiten und Streitfälle, in denen Unternehmen mit dem Risiko einer doppelten Besteuerung oder einer unklaren Steuerpflicht konfrontiert waren.

Auswirkungen auf M&A-Transaktionen und Unternehmensstrukturen

Für Unternehmen stellt sich bei Transaktionen mit Immobilienbezug zunehmend die Frage, ob und wann eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse zur Auslösung der Grunderwerbsteuer führt. Die aktuellen Entwicklungen stärken den Zusammenhang zwischen gesellschaftsrechtlichen Vorgängen und steuerlichen Konsequenzen.

Bewährte M&A-Instrumente wie gestufte Anteilserwerbe, Holding-Strukturen oder konzerninterne Reorganisationen müssen daher sorgfältiger geprüft werden. Bereits kleinere Strukturierungsfehler können erhebliche Steuernachzahlungen, Nebenleistungen oder langwierige Auseinandersetzungen mit den Finanzbehörden nach sich ziehen.

Bedeutung der rechtlichen und steuerlichen Begleitung

Gerade weil sich viele Regelungen noch im Gesetzgebungsverfahren befinden und die Verwaltungspraxis im Jahr 2026 weiter im Aufbau ist, gewinnt eine frühzeitige rechtliche Beratung an Bedeutung. Pauschale Lösungen greifen in diesem Umfeld nicht mehr.

Eine professionelle Begleitung umfasst insbesondere:

  • die frühzeitige Analyse grunderwerbsteuerlicher Risiken,
  • die rechtssichere Strukturierung von M&A-Transaktionen,
  • die Abstimmung zwischen Steuer- und Gesellschaftsrecht,
  • die Dokumentation zur Absicherung gegenüber Finanzbehörden und im Rahmen von Betriebsprüfungen.

Für Unternehmen bedeutet dies nicht nur Risikominimierung, sondern auch Planungssicherheit bei strategischen Investitionsentscheidungen.

Fazit

Die Weiterentwicklung der Grunderwerbsteuerregelungen im Jahr 2026 ist ein zentrales Thema für Unternehmen mit Immobilienbezug und für M&A-Transaktionen in Deutschland. Auch wenn viele Änderungen ihren Ursprung in früheren Gesetzesinitiativen haben, entfalten sie gerade jetzt praktische Wirkung.

Eine vorausschauende rechtliche und steuerliche Begleitung ist entscheidend, um Transaktionen wirtschaftlich effizient und rechtssicher umzusetzen.

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