15
März
2026

Globale Mindeststeuer: Neue Pflichten für internationale Unternehmen in Deutschland

Seit 2026 gelten in Deutschland neue Anforderungen im Zusammenhang mit der globalen Mindeststeuer. Die Regelungen basieren auf der internationalen Steuerreform der OECD (Pillar 2) und wurden in Deutschland durch das Mindeststeuergesetz umgesetzt. Für internationale Unternehmensgruppen bedeutet dies neue Berichtspflichten und zusätzliche Anforderungen im steuerlichen Compliance-Management.

Was ist die globale Mindeststeuer

Die globale Mindeststeuer sieht vor, dass große internationale Unternehmensgruppen auf ihre Gewinne weltweit mindestens 15 % Steuern zahlen.

Ziel der Regelung ist es, Gewinnverlagerungen in Niedrigsteuerländer zu verhindern und ein einheitlicheres internationales Steuersystem zu schaffen.

Die Vorschriften gelten für Unternehmensgruppen mit einem konsolidierten Jahresumsatz von mehr als 750 Millionen Euro.

Liegt die effektive Steuerbelastung in einer Jurisdiktion unter diesem Mindestniveau, kann eine zusätzliche Steuerpflicht entstehen.

Neue Berichtspflichten in Deutschland

Mit der Umsetzung der europäischen Richtlinie müssen betroffene Unternehmensgruppen erstmals neue steuerliche Informationen an die deutschen Steuerbehörden übermitteln.

Eine zentrale Frist ist der 30. Juni 2026.

Bis zu diesem Zeitpunkt müssen unter anderem eingereicht werden:

  • eine Mitteilung über die Anwendung der globalen Mindeststeuer
  • ein Bericht über die Mindeststeuer der Unternehmensgruppe
  • zusätzliche Informationen für das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt)

Die Berichte enthalten insbesondere Daten zu Gewinnen, effektiven Steuersätzen und zur Struktur der Unternehmensgruppe in verschiedenen Ländern.

Bedeutung für Unternehmen

Für viele international tätige Unternehmen bringt die globale Mindeststeuer neue steuerliche und organisatorische Herausforderungen.

Insbesondere müssen Unternehmen:

  • Finanzdaten aus verschiedenen Jurisdiktionen konsolidieren
  • die effektive Steuerbelastung pro Land analysieren
  • interne Steuer- und Compliance-Prozesse anpassen

Eine frühzeitige Vorbereitung kann helfen, Risiken zu vermeiden und die neuen Berichtspflichten effizient umzusetzen.

Fazit

Die Einführung der globalen Mindeststeuer zählt zu den wichtigsten Entwicklungen im internationalen Steuerrecht der letzten Jahre.

Unternehmen, die unter die neuen Regeln fallen, sollten ihre steuerlichen Strukturen und Reporting-Prozesse rechtzeitig überprüfen, um den neuen Anforderungen des deutschen Mindeststeuergesetzes gerecht zu werden.

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